Seit 7 Jahren unterstützen wir die Geschwister Ponlea und Puthi – wir sind stolz, wie sich die beiden entwickeln
Das Ziel von Chibodia ist es, Kinder und Jugendliche nachhaltig und langfristig zu unterstützen und sie auf einem langen Weg zur Eigenständigkeit zu begleiten. Auch wenn dieser Weg manchmal Hürden und Abweichungen mit sich bringt, versuchen wir immer, zusammen mit der Familie das Ziel zu erreichen. Dies kann ein Schulabschluss, eine Ausbildung oder ein Studium sein.
Ein gutes Beispiel für unser Engagement sind die Geschwister Ponlea und Puthi.
Eine kleine Zeitreise von Ponlea und Puthi
2019 – Beginn der Unterstützung
Im Jahr 2019 wurde Chibodia auf die Familie aufmerksam gemacht. Die Mutter und die Großmutter arbeiteten als Müllsammler auf der Mülldeponie in Phnom Penh. Sie lebten in einer Blechhütte und mussten um das tägliche Überleben kämpfen. Der Vater hatte sich schon seit einiger Zeit nicht mehr um seine Familie gekümmert. Chibodia nahm die Familie in das Outreach-Projekt auf und startete mit der Unterstützung.

Ende 2019 wurde dann noch ein kleiner Bruder von Ponlea und Puthi geboren und Chibodia ermöglichte der Familie in eine etwas bessere Behausung umzuziehen. Thim, unser Projektleiter Outreach, begann mit seinen regelmäßigen Besuchen bei der Familie.

2020 – Patenschaften für die beiden
Im Laufe 2020 konnten wir für Ponlea eine Patin und danach für Puthi einen Paten gewinnen. Mit kleinen Zeichnungen bedankten sich die beiden für die Patenschaften, die bis heute laufen.

2021-2023 - Die Zeit im Chibodia Kinderheim
Im Januar 2021 haben wir die beiden in unserem Kinderheim aufgenommen. Ponlea war damals 6 Jahre und Puthi 7 Jahre alt. Sehr schnell haben sie sich integriert und an die Möglichkeit gewöhnt, täglich in die Schule zu gehen und auch im Kinderheim mit den anderen Kindern zu lernen und zu spielen. Daneben haben sie an vielen Aktivitäten wie Karate etc. teilgenommen.



Da das Chibodia Kinderheim-Projekt im Frühjahr 2024 ausgelaufen ist, wurden alle verbliebenen Kinder wieder zu ihren Familien reintegriert. Für Ponlea und Puthi war es bereits Ende 2023 so weit, dass sie wieder zu ihrer Mutter gezogen sind und seitdem über das Chibodia Outreach-Projekt weiterhin betreut werden.
2024-2026 – Zusammen mit der Mutter im neuen „Zuhause“
Die Mutter war bereits in die Nähe der neuen Mülldeponie in Phnom Penh umgezogen, um weiter als Müllarbeiterin ihren Unterhalt zu verdienen. Hier wohnt sie gegenüber der großen Mülldeponie in einer Art „Reihenhütten-Siedlung“ in einem Raum zusammen mit ihren drei Kindern. Täglich sortiert sie Müll in große Säcke, die sie dann Händlern verkauft.
Ponlea und Puthi haben sich an ihr neues Zuhause gewöhnt und sich auch in der neuen Schule sehr schnell integriert. Durch fleißiges Lernen haben sie Ende 2024 sogar Belobigungen für gute Leistungen bekommen.

Bis heute sind Ponlea und Puthi sehr gut in der Schule und machen weiterhin große Fortschritte. Ponlea ist in diesem Jahr die zweitbeste in der Klasse und Puthi hat sogar den ersten Platz belegt.
Zu Hause helfen beide ihrer Mutter bei der Hausarbeit und unterstützen sie auch beim Sammeln von Wertstoffen wie Flaschen, Dosen und Plastik. Thim besucht die Familie immer wieder, manchmal auch an der Müllhalde.

Die Mutter arbeitet jeden Tag sehr hart, um die Familie zu ernähren. Sie leben weiterhin in dem kleinen gemieteten Zimmer in der Nähe der Mülldeponie, obwohl die Umgebung nicht ideal ist und es oft stark riecht, aber sie haben sich daran gewöhnt. Dort zu wohnen hilft der Mutter, Geld zu sparen, und erleichtert es ihr, zur Arbeit zu gehen und die wiederverwertbaren Materialien zu transportieren. Wenn die Mutter alleine unterwegs ist kümmern sich die Ponlea und Puthi um ihren kleinen Bruder. Trotz ihres jungen Alters zeigen sie ein starkes Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge für ihre Familie.
Beim Besuch der Familie im Januar dieses Jahres konnten wir uns davon überzeugen, dass es den drei Kindern und ihrer Mutter gut geht. Wie schon oft hat sich die Familie bedankt, dass Chibodia sie bereits so viele Jahre unterstützt und damit den Kindern eine bessere Zukunft ermöglicht
