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Sokchandavid (9 Jahre) und seine krebskranke Mutter sind überglücklich, dass Chibodia hilft

Geschrieben von Karl Kollmuss | 10.02.2026

Im Januar hatten wir bereits über die beiden berichtet und nach einer Patenschaft für den Jungen gesucht.

Hier nochmal die Beschreibung ihrer fast aussichtslosen Situation:

Sokchandavid, der kleine Junge wird von seiner alleinerziehenden Mutter großgezogen. Sein Vater verließ die Familie, als er ein Jahr alt war. Seitdem leben sie allein, ohne Unterstützung von beiden Seiten der Familie. Sokchandavids Großeltern sind 2013 verstorben. Nach ihrem Tod wurde seine Mutter von ihren Verwandten, die Anspruch auf das Eigentum erhoben, aus dem Familienhaus vertrieben. Deshalb kann sie sich nicht mehr auf ihre Verwandten verlassen und auch keine Unterstützung erwarten.

Die Mutter leidet an Gebärmutterkrebs, was ihre Arbeitsfähigkeit stark einschränkt. Früher arbeitete sie als Reinigungskraft in der RAK-Klinik in Phnom Penh, um ihren Sohn zu versorgen und die medizinischen Kosten zu decken. Leider hat die Klinik aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Personal abgebaut und sie verlor ihren Arbeitsplatz. Seit September 2025 ist sie nun arbeitslos. Aufgrund ihrer Krankheit und der medizinischen Kosten hat sie etwa 2.000 US-Dollar Schulden angehäuft. Derzeit bleiben ihr und ihrem Sohn nur sehr wenig Geld für ihren täglichen Lebensunterhalt.

Die beiden leben in einem kleinen Zimmer ganz in der Nähe des Chibodia-Büro. Die täglichen Lebenshaltungskosten und Lebensmittel sind ein ständiger Kampf und die mangelnde Ernährung hat die Gesundheit der Mutter weiter beeinträchtigt.

Chibodia hilft

Thim, unser Projektleiter Outreach, hat uns auf die Situation angesprochen. Bereits kurz nach der Veröffentlichung des Blog-Artikels im Januar auf unser Website hat sich ein Pate gemeldet und die Kinderpatenschaft für Sokchandavid übernommen. Dies war bereits eine tolle Nachricht für die beiden und sie haben sich bei dem Paten bedankt.

Aber damit nicht genug: Karl und Richard Kollmuß aus dem Chibodia-Vorstand, waren Ende Januar/Anfang Februar wieder vor Ort, um unsere Projekte zu besuchen. Bei der Gelegenheit waren sie auch bei Sokchandavid und seiner Mutter in der Wohnung, die nur ein paar Schritte vom Chibodia-Büro entfernt ist.

Sie haben sich auch die Schulden-Situation der Mutter erklären lassen, die im Wesentlichen durch ihre Krankheit und deren Behandlung entstanden ist. Aber auch dass sie vor einiger Zeit ihren Job verloren hat. Da sie bei Bekannten Geld geliehen hat und darauf erhebliche Zinsen zahlen muss, würde sie ohne Unterstützung immer weiter in die Schuldenspirale rutschen.

Nach der Abstimmung mit Thim wurde entschieden, hier ebenfalls zu helfen und diese Schulden umgehend zu begleichen, um die Zinslast möglichst schnell auf Null zu bringen. Mehrere Spender und auch der neue Pate von Sokchandavid haben zugesagt, für die Tilgung der Schulden an Chibodia zu spenden.

Die Erleichterung der Mutter, als sie dies von Karl und Richard erfahren hat, war ihr anzusehen. Sie ist überglücklich und hat Chibodia beigefügten Brief geschrieben.