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Clean Drinking Water Project: Sauberes Trinkwasser Projekt im Andong Village Slum

Kurzinfos

Status:

Die Vorbereitungen / Planung des "Clean Drinking Water Projects" läuft seit August 2010. Seit Oktober 2011 fertiggestellt!

Ort:

Etwa 8 Kilometer vom Flughafen in Phnom Penh entfernt liegt der größte Slum Kambodschas: Der Andong Village Slum. Der Großteil der Menschen wurde im Juni 2006 von der Regierung und einer großen Privatfirma gewaltsam von ihrem ehemaligen Wohnort Sambok Chap nach Andong Village vertrieben. 

Projektbeschreibung:

Das Gebiet um dem Andong Village Slum ist den größten Teil des Jahres überschwemmt. Häufige Überflutungen sind oft Auslöser für Krankheiten.
Chibodia e.V. arbeitet mit einer lokalen NGO "Organisation of the Devolopment for the People of Cambodia" zusammen. Unter der Leitung von Hang Abrahamsimiting hat die Organisation Abwasserrohre verlegt, um das Gebiet trocken zu legen. Nun wird eine Wasseraufbereitungsanlage in Zusammenarbeit gebaut, um die saubere Trinkwasserversorgung des Slums sicherzustellen.

Ziele:

Die zwangsumgesiedelten Bewohner von Andong Village mit sauberen Trinkwasser zu versorgen. Nach Fertigstellung der Wasseraufbereitungsanlage wird es in einheimische Hände übergeben. Die Bevölkerung und Gemeinschaft von Andong Village soll hierfür speziell geschult werden.

 

Der Andong Village Slum

Projekt: Sauberes Trinkwasser im Andong Village Slum

Clean Drinking Water Project im Andong Village Slum:

Etwa 8 Kilometer vom Flughafen in Phnom Penh entfernt liegt Andong Village, der größte Slum Kambodschas mit wahrscheinlich mehr als 9000 Menschen, das sind etwa 1500 Familien. Der Großteil der Menschen wurden im Juni 2006 von der Regierung und einer großen Privatfirma gewaltsam von ihrem ehemaligen Wohnort Sambok Chap (Übersetzung: Vogelnest) am Bassac Fluss vertrieben und ihre Hütten mit schwerem Gerät niedergerissen.

Bisher haben lediglich knapp 500 Familien eine Entschädigung in Form von Landbesitzurkunden für das wertlose Land in Andong Village bekommen.

Die Vorgeschichte - wie es dazu kam:

Die rechtliche Situation und damit Anrecht auf Kompensation ist schwierig:

Die Khmer Rouge hatten im Krieg alle Besitzurkunden vernichtet und als Phnom Penh in den 90er Jahren langsam neu besiedelt wurde, schuf man ein Gesetz nachdem der Besitz eines Grundstücks demjenigen zugesprochen wird, der 5 Jahre auf dem Land gelebt hat. Nun haben viele arme Kambodschaner nicht die Mittel um Landbesitz offiziell dokumentieren zu lassen, geschweige denn sich rechtlich zu verteidigen, wenn eine Privatfirma auf die Idee kommt ein Gebiet im Herzen Phnom Penhs entwickeln zu wollen. Die Hütten wurden mit schwerem Gerät niedergerissen. Alle Bewohner Sambok Chaps wurden in LKWs verladen und außerhalb der Stadt, etwa eine Stunde Fahrt von ihrem alten Wohnort entfernt, abgeladen.

Zwangsumgesiedelte Mutter mit Kindern

Damals halfen kurzfristig viele Hilfsorganisationen - doch diese Hilfe wurde nach und nach wieder eingestellt

Viele Organisationen halfen mit mit Nahrung, Zelte, allgemeiner Versorgung, etc. Doch viele der Aktionen sind heute unbrauchbar geworden. Die Brunnen sind mit Arsen verunreinigt und Toiletten, die eine Hilfsorganisation gebaut hat sind verstopft und funktionsunfähig. Eine Zeitlang hat eine namenhafte Organisation Trinkwasser liefern lassen, bis der beauftragte Lieferant Geld sparen wollte und verunreinigtes Wasser lieferte, wovon die Menschen krank wurden. Darauf hin hat die Organisation das Projekt eingestellt und ihren Namen von den Wassertanks abkratzen lassen. Für Wasser müssen die Bewohner nun zehn Mal so viel zahlen wie in Phnom Penh. Und dieses Wasser ist auch noch unrein und krankheitsverursachend.

Früherer halbherziger Versuch ein Wassersystem zu installieren.

Jetzt: Alle Hauptstraßen sind nun ohne eine Pfütze - dank der lokalen NGO „Organisation of the Development for the People of Cambodia“

 

Nun trockene Straßen in Andong Village

Häufige Überflutungen sind oft Auslöser für Krankheiten

Der Name des Slums ist auch Programm, da Andong „Wasser Brunnen“ heißt. Das Gebiet ist für den größten Teil des Jahres überschwemmt. Häufige Überflutungen sind oft Auslöser für Krankheiten, da das Wasser nach einem Regenschutt wochenlang steht und in der Sonne, vermischt mit menschlichen Exkrementen und Abfällen, in - ein vor Parasiten und Bakterien wimmelnden - Sumpf verwandelt wird. Dieses Brackwasser ist ein ideales Brutgebiet für die Aedes Aegypti Mücke, die Dengue Fieber überträgt. Jedes Jahr sterben hunderte Kinder in Kambodscha an den Folgen des Dengue Fiebers.

Stehendes Wasser in Andong Village - eine große Gefahr

Chibodia und die lokale NGO „Organisation of the Development for the People of Cambodia“ hilft vor Ort

Es muß etwas getan werden, zumal es so aussieht, als blieben die Menschen dauerhaft in Andong. Da das Land völlig wertlos ist, werden sie von hier zumindest nicht mehr vertrieben. Chibodia e.V. arbeitet mit einer lokalen Organisation „Organisation of the Development for the People of Cambodia“ zusammen, um Andong Village zu einem besseren, gesunderen und vor allem bewohnbareren Gebiet zu machen. Zuerst verlegte die lokale Organisation unter der Leitung von Hang Abrahamsimting, Abwasserrohre, um das Gebiet trocken zu legen. Alle Hauptstraßen sind nun ohne eine einzige Pfütze!

Verlegte Abwasserrohre in einer Seitenstraße

Die Trinkwasserversorgung für den Slum muss erhalten bleiben! Bei dem Clean Water Project ist die Partnerschaft von Chibodia wichtig.

Leider ging „Abraham“ das Geld aus, um auch alle Nebenstraßen trocken zu legen und die Abwasserrohre zuzuschütten. Edward Anderson hat sich die Situation angesehen und beschlossen, dass Abraham einen starken Partner braucht, um seine großartige Arbeit fortzuführen. Überzeugt von seinem Erfolg bei der Trockenlegung des Slums, ist Chibodia eine Partnerschaft eingegangen bei dem wir die saubere Trinkwasserversorgung der armen Bevölkerung sicher stellen wollen.

"Abraham" und Edward Anderson vor dem neuen Trinkwasser-Reservoir

Sauberes Trinkwasser - Prävention hat erste Priorität

Projekte wie Motomedix und das ChildrensHome braucht man, wenn „das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“. Verändert man aber die gesamte Gemeinschaft in der Kinder leben, dann verbessert man das Los der Kinder nachhaltig. Keine Überschwemmungen und sauberes Trinkwasser bedeuten weniger Krankheiten und eine erhöhte Lebensqualität. Chibodia möchte da ansetzen, wo die Probleme anfangen!

"Abraham" vor dem neuen Trinkwasser-Reservoir

Eine Wasseraufbereitungsanlage und ein großes Wasserreservoir - ein Nachhaltiges Projekt

Das "Clean Drinking Water Projekt" wird durch den Bau einer großen Wasseraufbereitungsanlage und ein großes Wasserreservoir umgesetzt. Das Wasserreservoir ist durch den Ausbau eines Teiches schon fertiggestellt worden und die Wasseraufbereitungsanlage befindet sich im Bau. Nach Fertigstellung und Schulung der Gemeinschaft wird es in einheimische Hände gegeben. Wasserzähler in den Hütten der Familien, die bei diesem Projekt mitmachen sorgen für Nachhaltigkeit, da das Wasser zum Selbstkostenpreis abgegeben wird. Der Preis ist signifikant günstiger als das was die Menschen gegenwärtig für schmutziges Wasser zahlen!

Eine weitere Ansicht de Trinkwasser-Reservoirs.

Die laufenden Kosten werden später von der Gemeinschaft getragen

Natürlich ist ein Projekt mit diesen Ausmaßen nicht billig, aber es ist nachhaltig, da die laufenden Kosten später von der Gemeinschaft getragen werden. Helfen Sie Chibodia das Leben tausender Menschen zu verändern! Erzählen Sie von dieser wichtigen Arbeit weiter!

Diese Kinder brauchen sauberes Wasser!

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Berichte aus dem Projekt

Aktueller Stand Frühjahr 2011

Die Hauptwasserleitungen wurden unter die Hauptstraßen des Slums gelegt und auf ihre Wasserdichte getestet.
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