Veränderung der Lebensbedingungen auf der Müllkippe
Auf der Müllkippe sind die Lebensbedingungen für die Menschen, die dort wohnen noch härter geworden. Eine neue Müllkippe ist außerhalb der Stadt erschlossen worden und die altersschwachen, zerbeulten Müllwagen bringen nun ihre Ladungen dort hin. Für die Menschen an der alten Müllkippe bedeutet das, dass nichts Verwertbares mehr ankommt. Ihre Lebensgrundlage ist verloren gegangen!
Eigentlich wollten wir Motomedix an einen anderen Ort verlegen – dorthin wo wir am meisten gebraucht werden, weil wir dachten, dass die Menschen die alte Müllkippe verlassen würden. Jetzt erkennen wir, dass sie nirgends hin können. Zum Teil laufen sie täglich 12 Km zu Fuß zur neuen Müllkippe hin und mit verwertbarem Müll schwer beladen zurück.

- MMX Workshop zum Thema Atemschutz
Um diesen Menschen zu helfen, führte MMX in den letzten Monaten einige Workshops zur Arbeitssicherheit durch. Nach erfolgreichem Besuch der Schulung bekamen über 40 Teilnehmer ein Hilfspaket, bestehend aus robusten Arbeitshandschuhen, hochwertigen Gummistiefeln und einem Mundschutz.

- Hilfe für ein mangelernährtes Baby
MMX hat eine 3-monatige Zusatzernährung zweier gefährlich unterernährter Säuglinge begonnen. Ende Oktober ist eine Operation eines der Babys mit Oberlippenspalte (Hasenscharte) auf dem Plan. Nebenher läuft eine Entwurmungskampagne und ein zeitlich begrenzter Einsatz an einem Umsiedlungslager ohne sanitären Einrichtungen oder Trinkwasser. Etwa 300 Familien leben dort in ihren eigenen Fäkalien in kleinen Hütten aus Zeltstoff, Pappe und Planen. Es sind die Menschen, die aus Dey Krahom, dem Slum in dem das Aziza Schulhaus stand, vertrieben worden sind. Gerüchten zufolge sollen sie bald nochmals gewaltsam umgesiedelt werden, wenn sie sich nicht freiwillig von dem Land entfernen, auf dem sie nun 8 Km außerhalb Phnom Penhs kampieren.



