Das ChildrensHome füllt sich!
Im ChildrensHome leben und lernen jetzt 29 Kinder!
Im vergangenen Monat Februar wurde das Haus immer mehr mit quirligem Leben gefüllt, denn es sind vier weitere Jungen im ChildrensHome eingezogen. Die Jungen haben wir nun auf 2 Zimmer verteilt, um ausreichend Platz für alle zu gewährleisten. Die Kleinen und - wie man sich gut vorstellen kann - vor allem die Großen, lieben diese neue Aufteilung.
Zwei der vier neuen Kinder sind die Brüder Liang (7 Jahre alt) und Horn (11 Jahre alt).
Sie lebten lange auf den Straßen Phnom Penhs. Ein kambodschanischer Psychologiestudent hatte sich den Kindern und der Mutter angenommen und ihnen geholfen ein Zimmer anzumieten, damit sie wenigstens ein Dach über dem Kopf hatten. Trotzdem mußten sie weiter täglich gemeinsam durch die Stadt ziehen, um Müll zu sammeln. Doch das Einkommen reichte natürlich nie aus, um die Kinder ausreichend zu ernähren, geschweige denn regelmäßig in die Schule zu schicken. Der Psychologiestudent suchte immer wieder Hilfe bei Organisationen, damit die Kinder ein kindgerechtes Leben führen können- jedoch leider ohne Erfolg- bis er auf Chibodia stieß.
Auch bei den Brüdern Dein (8 Jahre alt) und Long (7 Jahre alt) war die Mutter allein erziehend.
Dies ist für die Frauen hier in Kambodscha mehr als oft nicht machbar, gerade wenn keine Familie oder Angehörige da sind, die sie unterstützen. Wie sollen sie die Kinder betreuen und gleichzeitig für das Einkommen aufkommen, dass die Verpflegung, Schulkosten und auch noch die medizinische Versorgung abdecken soll.
Dein und Long lebten nicht nur getrennt von der Mutter, sondern auch getrennt voneinander. Die Mutter hatte keine andere Chance als Dein bei den Mönchen und Long bei einer sehr kranken alten Frau in ihrem ehemaligen Dorf abzugeben. Die Mutter selbst ging nach Phnom Penh, nahm einen Job als Hausmädchen in einer kambodschanischen Familie an, wo sie tagtäglich von morgens früh bis abends spät für $ 30 im Monat schuftet. Ihre flehenden Augen waren groß, als sie vor uns stand, um zu fragen, ob wir ihr und ihren Jungen helfen können den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.
Auch nach über 2 Jahren Erfahrung mit der Aufnahme von Kindern, ist es nie Routine oder gar einfach zu entscheiden, ob wir die Kinder aufnehmen sollen oder nicht.
Jede Geschichte, jedes Schicksal ist anders und doch haben sie wiederum eines gemeinsam:
Sie kommen alle aus Lebenssituationen in denen Kinder nirgendwo auf dieser Welt normalerweise leben sollten - Lebenssituationen, die wir uns im reichen Westen oft überhaupt nicht vorstellen können und auch, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, nicht wirklich an uns heran lassen- doch diese Kinder gibt es und diese Kinder brauchen Zuwendung und eine Chance auf eine bessere Zukunft!
Wir sind froh, dass wir von Chibodia einen kleinen Beitrag dazu leisten können - diese Kinder nicht zu vergessen - und bedanken uns gleichzeitig bei allen, die uns dabei auf verschiedene Art und Weise unterstützen!
27.03.2011






