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Gießener Anzeiger nach der Infoveranstaltung im Mai 2007

Bericht vom 19.05.2007 über Chibodia und die Infoveranstaltung

Müllkippen-Kinder erhalten über "Chibodia" eine Chance

Anne und Samuel Pehlke stellen in Holzheim ihre Hilfsprojekte für Kambodscha vor

Anne und Samuel PehlkeHOLZHEIM (mbe). Beeindruckend und bedrückend zugleich: Die Schilderungen der Auslandsmitarbeiter Anne und Samuel Pehlke des Vereins "Chibodia" in Holzheim berührten über 80 Gäste in Holzheim. Ihre Auslandsarbeit dokumentierten beide mit Bildern von erbärmlichen Zuständen, in denen Kinder in Kambodscha leben müssen, aber auch mit Fotos von ersten Erfolgen der Arbeit des Vereins "Chibodia" mit strahlenden Kinderaugen. Dem noch jungen gemeinnützigen Verein, der im August 2006 gegründet wurde, ist es ein Anliegen, die Zahl der Fördermitglieder und Spender zu erhöhen, um die Arbeit auf eine noch breitere finanzielle Basis stellen zu können.Nach Begrüßung durch die Vorstandsmitglieder Sabine Solbach und Markus Kuczewski stellten Anne und Samuel Pehlke die ersten Erfolge ihrer seit Anfang Februar 2007 in Kambodscha geleisteten Arbeit vor, verbunden mit einer kleinen Einführung zu Land und Leuten des zwischen Thailand und Vietnam gelegenen Landes.

Kinder schlafen dort auf Strohmatten, erhalten kein vernünftiges Essen und finden fast nie sauberes Wasser vor. Das Ehepaar half zunächst in der Aziza-Schule. Durch zahlreiche Spenden konnten Impfungen und Untersuchungen durchgeführt und regelmäßige Zahnputzaktionen eingeführt werden. Dinge, die in Kambodscha keineswegs selbstverständlich sind. Auch Sachspenden wie zum Beispiel Zahnpasta und Zahnbürsten, Stifte und Schreibmaterial, Wasserfilter oder auch Stromgeneratoren, um nur wenige Beispiele zu nennen, helfen bei der Versorgung und der Durchführung von Programmen, wie zum Beispiel einer Zahnhygiene-Aktion.Und weil die "Kinder das Herz berühren", wie Matthias Kuczewski zwischendurch sang, sollen nach der Rückkehr von Anne und Samuel Pehlke im Juni Kinder von der Müllkippe weggeholt werden, Kinderheime und Schulen aufgebaut und gestärkt werden.

Das staatliche Schulsystem in Kambodscha bezeichnete das Ehepaar Pehlke ebenso wie den dort üblichen "Verkauf von Kindern" als katastrophal.Schatzmeister Chris Allgeier berichtete abschließend darüber, dass stets 100 Prozent der "Chibodia"-Fördergelder in Kambodscha eingesetzt würden. Der Verwaltungsaufwand sei zudem relativ gering. Zur Zeit bringen 25 Mitglieder die Kosten für das Ehepaar Pehlke auf, während mit den Beiträgen von 32 Fördermitgliedern zuzüglich verschiedener Spenden direkte Hilfen für Kinder durchgeführt werden können. Diesen Anteil möchte der Verein steigern und ruft daher zur Unterstützung seiner Arbeit und zum Vereinsbeitritt auf. Jeder Interessierte kann einen beliebigen Beitrag leisten. Ein Mindestmonatsbeitrag von fünf Euro ist jedoch erwünscht.
www.chibodia.org

Quelle: http://www.giessener-anzeiger.de/artikel/2780044  

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