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Gießener Allgemeine zum Interview beim ERF

Bericht vom 07.05.2008 in der Gießener Allgemeinen über das Ehepaar Pehlke und dem Intervie beim ERF

Schlüsselerlebnis führte zu grenzenlosem Engagement

Lahnau (ür). Samuel und Anne Pehlke aus Waldgirmes haben ihren sechswöchigen Aufenthalt in ihrer Heimat Waldgirmes genossen. Seit Februar 2007 leben der 37-jährige Krankenpfleger und seine 28-jährige Ehefrau in Phnom Penh in Kambodscha. Im Auftrag des Vereins »Chibodia« (Freunde für Kinder in Kambodscha) kümmern sie sich um Kinder in dem südostasiatischen Land.Samuel und Anne Pehlke haben sich sechs Wochen lang im heimischen Waldgirmes auf ihre Aufgabe in Kambodscha vorbereitet.


Foto: Gießener Allgemeine ür

40 Prozent der Khmer (Angehörige eines Volkes in Kambodscha) leben unter der Armutsgrenze. Krankheiten wie Malaria sind weit verbreitet. »Die öffentlichen Schulen können nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung besucht werden, und die Qualität des Unterrichts ist sehr niedrig«, schildert Grundschullehrerin Anne Pehlke ihre Erfahrungen.

Besuche des Ehepaares in früheren Jahren hatten zu dem Plan geführt, Kindern in Kambodscha zu besseren Lebenschancen zu verhelfen. »Als ich die auf einer Müllkippe einen kleinen Jungen fotografierte, der einen noch kleineren Jungen vor einer aus Plastikmüll erbauten Hütte auf dem Arm hielt, bin ich zusammengebrochen und habe weinen müssen«, erinnert sich Samuel Pehlke.

Er bringt seine medizinischen Kenntnisse in die Hilfsarbeit ein, Anne Pehlke ihre pädagogischen Erfahrungen. 2006 haben sie mit Freunden das Hilfswerk »Chibodia« ins Leben gerufen. Inzwischen unterhält das Werk eine Schule in der Hauptstadt Phnom Penh und eine Landschule etwa 50 Kilometer davon entfernt mit insgesamt 350 Schülern. Samuel Pehlke fährt wöchentlich mit einem Motorrad auf eine Müllkippe der Hauptstadt und versorgt die dort lebenden Kinder mit Medikamenten.

Im Mai stehen für die Pehlkes etliche Entscheidungen an. Sie werden Mitarbeiter für ein Kinderheim einstellen und Kinder auswählen, die in das Heim aufgenommen werden sollen. »Wir möchten elternlosen und bedürftigen Mädchen und Jungen ein Zuhause geben«, so Samuel Pehlke. Zudem wird in dem für 30 Kinder geplanten Heim auch Schulunterricht erteilt. »Die Kinder sollen eine familienähnliche Umgebung erhalten, eine hochwertige Bildung sowie Liebe und Geborgenheit erfahren«, sagt der Krankenpfleger. Er hofft, dass die Kinder später nicht nur für sich selbst sorgen können, sondern helfen werden, ihr Heimatland besser zu gestalten.

Um diese Arbeit leisten zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen. »Wir haben das Privileg, in die fröhlichen Augen der Kinder zu sehen, die im »Chibodia«-Kinderheim eine Zukunftsperspektive erhalten«, ergänzt Anne Pehlke. Über ihren Einsatz in Ostasien haben sie dem Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar ein Interview gegeben. Unter dem Titel »Aus Wut wird Mut - Das Kinderhilfswerk Chibodia in Kambodscha« ist die Sendung bei ERF Radio am 23. und 26. Mai jeweils um 16 Uhr zu hören.

 

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